Die Ausgangslage
Schwedischer Hersteller von Hochleistungspolymeren für Flugzeugkomponenten. Seine Werkstoffe fliegen heute in Maschinen im aktiven Dienst. Auf der LinkedIn-Seite war davon nichts abzulesen: 340 Follower, kein Veröffentlichungsplan, ein Branding, das seit Jahren niemand mehr angefasst hatte. Ein Wettbewerber mit schmalerem Portfolio kam parallel auf dreimal so viele Follower und schaltete quartalsweise Ads.
„Wir verlieren Aufträge, die wir gewinnen müssten, weil Einkäufer LinkedIn aufrufen und uns klein wirken sehen."
Unser Vorgehen
Den Auftakt machte ein Beratungsmandat: vollständiges LinkedIn-Audit, Wettbewerbsanalyse und eine 90-Tage-Roadmap. Das Audit bestätigte, was der Vertriebsleiter bereits ahnte. Der Seitencontent kreiste um das Unternehmen selbst. Ausgezeichnete Mitarbeiter, frisch renovierte Büros, Jubiläumsbeiträge. Nichts, was einem Einkäufer in einer realen Entscheidung helfen würde. Auch für F&E-Leiter, die Werkstoffe evaluieren, lag dort nichts bereit.
Wir bauten die Botschaften für drei Zielgruppen neu auf und hörten auf, alle mit demselben Beitrag bedienen zu wollen. Einkaufsingenieure lasen Beiträge zu Zertifizierungsfristen und Lieferzeiten. Für F&E-Leiter gab es Materialkennwerte, Wärmebeständigkeitsdaten und Ergebnisse aus Belastungstests. Supply-Chain-Verantwortliche stießen auf Inhalte zu Fertigungskonstanz und Lieferzuverlässigkeit.
Die Content-Regel war einfach: technische Glaubwürdigkeit in klarer Sprache. Keine Abkürzungen, die nicht erklärt waren. Ein Beitrag legte den Unterschied zwischen zwei Polymerfamilien dar, die in Tragflächenkomponenten verbaut werden. Er las sich wie eine knappe Einordnung, nicht wie ein Datenblatt. Genau dieser Beitrag wurde der stärkste organische Inhalt der ersten 60 Tage. Überrascht hat uns das schon. Wir hätten eher auf einen Beitrag zu Zertifizierungen getippt.
Sponsored Content lief in vier Märkten. Die Lead Gen Forms boten einen Materialvergleich an. Also ein brauchbares Werkzeug, das ein Ingenieur abspeichern und im Alltag nutzen kann. Keine Hochglanzbroschüre.
Das Ergebnis
Ein Luftfahrtkonzern aus den Fortune 500 meldete sich über LinkedIn. So etwas hatte es vorher nicht gegeben. Genau diesen Punkt erzählt der Kunde inzwischen überall weiter.
Die Zahlen dahinter: Die Seite legte von 340 auf 1.900 Follower zu. Organische Beiträge erreichten im Mittel 3,2 % Interaktion. Die Anzeigen erreichten 14.000 Luftfahrtprofis und brachten 61 Leads zu 58 $ pro Stück. Die Lead-Kosten lagen über unserer ursprünglichen Schätzung (kalkuliert hatten wir mit rund 45 $). Die Qualität der Leads war aber so klar, dass der Kunde es durchgehen ließ.
„Einkäufer bringen unsere LinkedIn-Beiträge in Meetings zur Sprache. Das hatten wir noch nie."